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Antworten zu Thema: Shake it off, LA
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Geschrieben von The Mayor - 15.01.2017, 13:58
Shake it off, LA.
In case of earthquake - Run for cover before Facebooking about it!


Seit Jahrzehnten ist es verdächtig ruhig in Kalifornien – eigentlich viel zu ruhig. Denn zwischen Los Angeles und San Francisco liegt eine gewaltige tektonische Verwerfung, die normalerweise in regelmäßigen Abständen schwere Erdbeben verursacht. Ein Erneutes ist längst überfällig. Los Angeles trägt von den amerikanischen Städten das höchste Erdbebenrisiko, was jährlich zu rund 15.000 wackeligen Momenten führt. Die meisten von ihnen sind zu klein, als das man sie spüren könnte. Aber etwa 100 Beben im Jahr haben eine Stärke von Drei oder mehr auf der Richterskala und sind spürbar. Die Stadt der Engel hat sich deshalb angepasst. Insbesondere neue Wolkenkratzer und Gebäude werden nach strengen Regeln versucht, erdbebensicher errichtet zu werden. Es erfüllt also einen Sinn, dass die Stadt bis heute stark in die Fläche geht und es relativ wenige Hochhäuser gibt.

Nach neun größeren Erdbeben, verteilt über die letzten 200 Jahre, wissen die Angelenos heute, wie sie Heim und Familie sicher halten. Dennoch sorgt die Urgewalt immer wieder für große Schäden und fordert nicht zuletzt Menschenleben. Auch im März des Jahres 2017 wird sich ein neuer Eintrag im Register zu den denkwürdigsten Erdbeben der Stadt gesellen, wenn am 15. März ein kurzer, aber heftiger Erdstoß am Mittwoch Millionen Kalifornier erschreckt. Ein mittleres Beben der Stärke 4,8 wird am Vormittag den Großraum Los Angeles erschüttern. Nach späteren Angaben der Behörde 'Geological Survey' (USGS) folgten ab da in wenigen Stunden mehr als 50 schwächere Nachbeben. Wolkenkratzer schwankten und Menschen liefen in Panik aus ihren Häusern und Bürogebäuden auf die Straße, doch zum Schluss war der Schreck größer als der Schaden.

Was passiert?


Was ein Schreck! Nach der nüchternen Fakten-Inhalation sind zwei Dinge ganz klar für uns. Es rappelt im Karton und du bist ganz heiß darauf, dich in eines der folgenden, vorgegebenen Szenarien zu werfen, die wir so liebevoll für euch erdacht haben. Dabei steht es dir natürlich frei, ob du überhaupt an diesem gigantischen übertriebenen Plot teilnimmst. Fakt ist, am 15. März wird die Welt um dich herum ins Schwanken geraten. Willst du das umgehen, bist du am besten mit deinem Charakter nicht in der Stadt. Dennoch sollte es logisch sein, dass alle Szenen nach diesem Tag auf irgendeine Weise von den Nachwirkungen betroffen sein könnten/sollten. Egal ob es sich dabei um Schäden im Ort, oder um größere Aufräumarbeiten handelt. Wir verlassen uns dabei aber auch ganz treudoof auf deine eigene Vorstellungskraft und Kreativität.

Für die unter euch, die nun aber schon seit unendlichen Zeilen mit den Hufen scharren, haben wir uns vier Szenarien ausgedacht, in die du gerne eintreten darfst, solltest du den Plot nicht für eine eigene private Szene nutzen wollen.

Let it burn


Schon kurz nachdem Los Angeles ungewollt den Speck geschüttelt hat, bricht in den Krankenhäusern rund in der Stadt der Ausnahmezustand aus. In den Notaufnahmen stapeln sich bald schon die Patienten, von denen viele aber nur wegen eines Schreckens behandelt werden müssen. Sehr zum Leidwesen unterbesetzter Ärzte und ungeduldiger anderer Patienten, die den Kopf schon beinahe unter dem Arm tragen. Egal, ob du einer der Angsthasen bist, die nur aufgrund von hohem Puls eine Pritsche blockieren, oder ob du dir wirklich eine Blessur zugezogen hast. Egal, ob du sogar selbst dort arbeitest, oder eigentlich nur im Gebäude warst, weil du deine kranke Oma besuchen musstest; der große Knall, der nur eine Stunde nach dem Epi-Beben durch die Gänge der Klinik donnert, wird jeden betreffen. Die Explosion mitten in der Notaufnahme wird nicht nur den Hypochondern Grund zum richtigen Jammern geben, sie wird auch ein Feuer entfachen, das, bestärkt durch die kleinen Nachbeben, eine ganze Weile toben wird, ehe die Feuerwehr anrücken kann. Hoffen wir mal, dass das Cedars-Sinai Medical Center in Westwood über eine gute Versicherung verfügt. Die Rechtsabteilung des Krankenhauses wird jedenfalls ganz schön mit den Ohren schlackern.

No way out


Das Beverly Center in Downtown wird am Vormittag des 15. März bis unter die Decke gefüllt sein. Auch dort wird das Beben Schaden anrichten und die Leute in Todesangst versetzen. Glück haben die, die sich im Erdgeschoss befinden und gleich hinaus auf die Straße flüchten können. Ganz gearscht ist allerdings die Gruppe von Leuten, die sich zu dem Zeitpunkt in der Tiefgarage des großen Komplexes aufhält. Die Erschütterung sorgt nämlich dafür, dass kein Weg mehr hinauf führt, fallen doch sämtliche Aufzüge des Einkaufszentrums aus. Murphys Law beschließt dann auch ganz einfach, die Ein- und Ausfahrt des Parkhauses einstürzen zu lassen. Bereits hyperventilierende Schnellchecker haben da längst bemerkt, dass sie dort unten eingeschlossen sind. Eine Notbeleuchtung flimmert mehr, als dass sie Licht spendet und die vielen Nachbeben sorgen auch nicht gerade für großes Vertrauen ins rissige Mauerwerk. Nicht, dass Macy's gleich noch im Untergeschoss liegt. Die Sorge darüber kannst du die nächsten Stunden aber gepflegt ablegen, wirst du doch erst mal Gelegenheit haben, deine Mitgefangenen kennenzulernen. Doch, Obacht. Man sagt ja auch, dass mindestens jeder Vierte in Los Angeles ein psychopathischer Spinner ist. Sei also etwas auf der Hut und zähle deine Mitmenschen ab. Selbst befreien wirst du dich aus dem Dilemma schon gar nicht, arbeitet ihr die vielen Stunden bis tief in die Nacht doch eher daran, euch für das Worst Case Szenario zu wappnen. Getränke, Nahrung, Decken... Mal sehen, was die vielen Wagen dort hergeben, nicht wahr? Der schlimmste Fall sollte aber wohl umgangen werden können, wenn denn keiner von euch die Nerven verliert. Ansonsten schaffen die Helfer nämlich nach Mitternacht einen Durchbruch am Ausgang und entlassen euch zurück in die Freiheit.

Infernal Waters


Auf Pest folgt Cholera, auf Sodom Gomorrha und auf ein Erdbeben? Natürlich, eine ausgewachsene Überschwemmung! Betroffen ist vor allem die gesamte kalifornische Küste, in unserem Fall speziell bezogen auf San Pedro, Port of LA, Malibu und Laguna Beach. Hier drohen Monsterwellen, die locker die Höhe dreistöckiger Häuser erreichen. Auch eine Tsunami-Vorwarnung wurde ausgerufen, diese wird jedoch im Verlauf (Gott sei Dank!) aufgehoben. Trotzdem solltet ihr schleunigst eure sieben Sachen packen, euch die Omi und das Lieblingshaustier schnappen und höher gelegenes Gelände aufsuchen. Denn die Wellen über- und unterspülen auch noch Straßen, Plätze und Gebäude bis zu einer Meile im Landesinneren. Besonders betroffen sind hier Malibu und Emerald Bay in Laguna Beach. Und da das alles noch nicht genug Scheiße auf einem Haufen ist, droht jetzt auch noch der größte Staudamm des Countys, der Roosevelt Dam, rund 20 Meilen von LA entfernt, zu brechen! Wenn dieser nachgibt, steht dem Großraum LA die größte Katastrophe der jüngeren Neuzeit bevor. Im letzten Augenblick werden es die Experten unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens und in Zeiten von Nachbeben und einer fragilen Infrastruktur schaffen, die Lecks der Talsperre abzudichten und damit hunderte fremde Menschenleben zu retten. Und decken dabei die abstruse Wartungspolitik der zuständigen Behörde auf.

Lights out


Während der Großteil des Countys unter Überschwemmungen und/oder Zerstörungen leidet, kommt im Stadtteil Compton und am LA International Airport auch noch ein kompletter Stromausfall hinzu. Während das Gelände des LAX größtenteils unbeschadet das große Beben überstanden hat und die Terminals sogar als offizielle Zuflucht für die zivile Bevölkerung auserkoren worden waren, setzen nun zusammenbrechende Telefon- und Mobilverbindungen, fehlendes fließend Wasser und ein kompletter Technikausfall die Mitarbeiter des Flughafens und vor allem die Fluglotsen vor eine große Herausforderung, die den Flugverkehr über Los Angeles nicht mehr koordinieren können. In Compton jedoch haben sich bereits Nutznießer der Katastrophe gefunden - Plünderungen, Massenschlägereien und Lebensmittelrationierung durch nicht autorisierte Organisationen (Nennen wir das Kind beim Namen, die Gangs haben das Zepter an sich gerissen.) sind an der Tagesordnung und wenn die Polizei sich nicht vorsieht, herrschen bald wieder historische Zustände samt Lynchjustiz und Straßenduellen. Wirst du in deinem Viertel ausharren und es verteidigen, oder die Flucht ergreifen? Die meisten Bewohner strömen nun nach Downtown LA, wo man ihnen Nahrung und humanitäre Hilfe in den großen Sportstadien versprochen hat. Doch dort angekommen werdet ihr weitestgehend auf euch allein gestellt sein.

Wie mache ich mit?


Easy. Du legst einfach los. Gerade Szenario 1, die Explosion im Krankenhaus, lässt sich weiträumig ausspielen, es müssen ja nicht alle Mitwirkenden dazu an einem Ort sein. Dennoch wäre eine kleine Gruppenszene vielleicht auch ganz witzig? Planen ließe sich das in schicker Eigeninitiative hier im Forum.
Szenario 2 im Parkhaus sollte vermutlich nicht mehr als 10-15 Charaktere umfassen, ist es hier doch notwendig, dass ihr ein wenig in den Szenen eurer Mitstreiter mitlest. Urks, i know. Begleitend dazu ließe sich aber ebenso hier ein Thread erstellen, wo ein jeder nach einem Posting in seiner Szene Bericht erstatten kann, wenn etwas darin passiert ist, worauf andere auch Acht geben sollten.
Szenario 3 sollte vor allen Dingen nicht zu übertrieben dargestellt werden. Los Angeles erwartet keinen Hurricane à la Katrina. Großes Grinsen Aber Wasser findet ja bekanntlich seinen Weg und so dürften diverse Keller volllaufen und auch Autos halb versinken in tiefer gelegenen Parkbuchten. Eine schöne Gelegenheit, um mal seine Nachbarn kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen zu flüchten.
Last but not least, Szenario 4. Stromausfall war anzunehmen und den meisten Leuten am Flughafen dürfte neben den lauten, nörgelnden, auf Dauer müffelnden Menschenmassen vorwiegend langweilig sein. Etwas anders sieht das allerdings in Compton aus. Hast du Bock auf ein bisschen mehr Action, dann ist das der Ort, wo du dich nach dem Beben aufhalten solltest, um entweder Retter in der Not zu werden, oder um dir wenigstens einen neuen Fernseher zu beschaffen. So viele leerstehende Häuser findet man schließlich nicht alle Tage.

Als Letztes: Have fun! Sei kreativ, beteilige dich. Und falls noch eine Frage offen geblieben sein sollte, nur her damit. Es kann gut sein, dass wir in unserer Euphorie etwas vergessen haben. xD